Südtirols Wald in Zahlen
Die folgenden Angaben zum Wald in Südtirol basieren auf den Ergebnissen der nationalen Forstinventur (IFNI):
Was gilt als „Wald“?
Laut Definition der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) wird als Wald jede mit Bäumen bestockte Fläche eingestuft, die:
- größer als 5.000 m² ist
- eine Mindestbreite von 20 m aufweist
- eine Baumhöhe von über 5 m erreicht
- einen Überschirmungsgrad von über 10 % aufweist
Dem Wald werden auch jene temporäre Freiflächen zugerechnet, die beispielsweise durch forstliche Nutzungen oder Naturereignisse entstanden sind und bei denen eine Wiederbewaldung entweder durch natürliche Verjüngung oder durch Aufforstung erfolgt.
Was zählt zu den „anderen bewaldeten Flächen“?
Dazu gehören mit Bäumen bestockte Flächen ≥ 5.000 m² und ≥ 20 m Breite, die jedoch folgende Merkmale aufweisen:
- Baumhöhe 2–5 m und Überschirmungsgrad ≥ 10 % → Strauchgesellschaften, z. B. Latschenfelder
- Baumhöhe ≥ 5 m und Überschirmungsgrad 5–10 % → lichte Wälder
Das Diagramm zeigt die prozentuale Verteilung des Waldes in fünf Neigungsklassen. Mehr als zwei Drittel des Südtiroler Waldes liegen auf Flächen mit einer Hangneigung von über 40 %, was die ausgeprägte Gebirgsorographie Südtirols unterstreicht.
Das Diagramm zeigt den prozentualen Anteil der Waldfläche, aufgeteilt in fünf Höhenstufen. Die Verteilung macht deutlich, dass sich der Großteil der Wälder zwischen 1.000 und 2.000 Metern Seehöhe konzentriert, während die Waldfläche in den tieferen Lagen und oberhalb von 2.000 Metern deutlich geringer ausgeprägt ist.
Quantitative Indikatoren der Biomasse und des Waldwachstums
Die Nationale Forstinventur (IFNI) gibt für Südtirols Wald ein Holzvolumen von 116.443.137 Vfm sowie einen laufenden jährlichen Zuwachs von 2.000.689 Vfm an. Das Holzvolumen beschreibt die gesamte im Wald vorhandene lebende Biomasse, gemessen als Volumen des Stammes und der Äste ab einem Durchmesser von mindestens 5 cm. Der laufende Jahreszuwachs gibt hingegen das jährliche Wachstum des Waldes an, also das Volumen des Holzes, das im Laufe eines Jahres neu gebildet wird.
Quelle: INFC, 2015